Warum sind wir von der Hechtschip-H995 auf die MOODY-346 umgestiegen?
Dafür gab es im wesentlichen einen Grund: Der Tiefgang, in Verbindung mit unserem Segelrevier.
Wilhelmshaven war bis 2021 unser Heimathafen. Jetzt liegen wir in Delfzijl / Niederlande. Das Segelrevier vor der "Haustür" ist somit, in beiden Fällen, die Wattensee.
Die H995 hatte einen festen Kiel mit 2 m Tiefgang. Von Wilhelmshaven aus konnten wir mit Tagestörns nur Helgoland, Norderney, Cuxhaven oder Bremerhaven erreichen. Alles Andere war zu Untief.
Von Delfzijl aus waren es: Borkum, die Ems, und mit Einschränkungen (lange Strecken) Lauwersoog, Norderney und Helgoland.
Für einen längeren Urlaub fuhren daher immer nach Skandinavien.
Aber selbst hier konnte so mancher Hafen nicht angelaufen werden. Daher waren längerer Tagestörn von 60 und mehr Seemeilen unvermeidbar.
Die H995 war ein schneller Segler, das entschärfte die Situation etwas.
Aber bei schlechtem Wetter, in einem kleineren Hafen Schutz zu suchen, war nicht möglich.
Nach Westen, Richtung England, war auch nur schwer machbar.
Über das Westfriesische -Watt ging nicht und über die Nordsee waren es jedesmal lange Strecken.
Mit der MOODY ist das, mit 1,2 m Tiefgang, alles wesentlich einfacher.
Der Weg über die Nordsee ist natürlich immer noch möglich, aber als Alternative eben auch der Weg über das Watt. Oder einen Kombination aus beiden Möglichkeiten.
Nach Osten kann jede der Ostfriesischen Inseln angelaufen werden.
Nach Norden, auch Inseln in Nordfriesland, nicht nur Sylt.
Nach Westen die Westfriesischen Inseln und wenn der Wind zu stark bläst, bietet sich als Alternative die Stehende-Mastroute an. Von Delfzijl kann man so über die Kanäle problemlos zum Ijsselmeer, oder sogar bis Belgien gelangen.
Warum aber gerade einen MOODY? es gibt auch andere Segelyachten mit wenig Tiefgang.
Stimmt; aber all zuviele (bezahlbare), um die 10 m, sind es dann auch wieder nicht.
- OVNI-30 bis 36, mit Tiefgang von nur etwa 0,9 m
- Jeanneau SUN ODYSSEY 32 mit 0,8 m
- SOUTHERLY 115 oä mit 0,7 m Tiefgang
- FEELING etc.
OVNI: In den 1980er Jahren hatten wir selbst eine OVNI-30.
Was allen OVNIs eigen ist: Elektrolyse an Deck. Der Lack platzt ab und man
müsste permanent durch Lack ausbessern dagegen arbeiten.
Das Mittelschwer muss etwas Spiel haben, es klappert daher auf bestimmten
Kursen.
Halbwegs gut erhaltene OVNI's sind teuer und so gut wie nicht zu bekommen.
JEANNEAU: Eine SO-32 hatten wir Anfang 2023, mit Gutachten, gekauft und gegen
Ende des Jahres wieder verkauft
Vom Stauraum her war sie uns doch zu klein und etwas zu leicht (für die
Nordsee) gebaut.
Neben 2 kleinen Kimm-kiele hatte sie noch 1 dünnes Mittelschwert.
SOUTHERLY:
Ausgerüstet mit einem schweren Mittelschwert, das über eine Hydraulik bedient
wurde.
Mit ihrem innenliegenden 2. Steuerstand wirkt sie etwas hoch und klobig.
Eine brauchbare SOUTERLY -115 zu erwerben ist uns nicht gelungen.
MOODY: auf die 346 mit 2 soliden Kimm-kielen stieße wir nur per Zufall.
Meine Schwester fand sie auf Grund eines Newsletters!!
Das Boot wurde in unserer Nähe angeboten, war in einem gepflegte, sehr Guten
Allgemeinzustand. Sie hatte ein Mittel -Cockpit (havon hatte ich nie viel
gehalten), dafür eine einmalig gute Innraum Aufteilung.
Auch eine Radsteuerung war vorhanden. Ich bevorzugte (auch heute noch) eine
Pinnensteuerung.
Kurz entschlossen kauften wir sie. Jetzt musst nur noch die JEANNEAU verkauft
werden. Aber wie sagt man schön: "Der Trend geht zur Zweityacht".
Es zeigte sich, die MOODY war sehr solide gebaut, also schwer und damit
langsam. Dafür hatte sie keine beweglichen Mittelschwerter.
Was sich nicht bewegt geht auch nicht kaputt.
Der Tiefgang mit 1,2 m war natürlich gegen die 0,7 - 0,9 m der anderen Boot ein
Kompromiss. Aber Trockenfallen kann sehr gut.
Weiteres zur MOODY auf der Seite UMBAU.
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